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Beagle  Lilly         Das ist Lilly !     Ein kleiner Beagle mit vielen Problemen.

Sie kam im Alter von 17 Monate zu uns. Als kleiner Welpe wurde sie in einer Familie aufgenommen, die aus einem Ehepaar mit zwei Kinder bestand. Lilly war die Prinzessin der ganzen Familie. Alle verwöhnten den kleinen Hund nach Strich und Faden. Unbemerkt wurde Lilly, durch das Verhalten „des Rudels“ (d.h. der Familie), zum Alphatier und damit zuständig für alle „Rudelprobleme“. Der Hund war so überfordert dass es zu „Trennungsängsten“ kam und der Hund aus diesen Gründen, zum größten Teil, nur noch das „große und kleine Geschäft“ in der Wohnung verrichtete. Dadurch war auch die Familie überfordert und wusste keinen Rat mehr. Eine Tierpsychologin wurde angefordert. Ergebnis: Es gab ein Gespräch mit der Hundebesitzerin bei dem ihr gesagt wurde sie solle anderes Futter (u.a. sehr teures Straußenfleisch) nehmen, draußen einen Strohballen hinlegen und am besten wäre es ein zweiter Hund käme dazu. Der Hund selber wurde nicht beobachtet. Er saß bei diesem Gespräch auf dem Wohnzimmersessel und schaute sich alles genüsslich an. Jeder der nur ein wenig von Hunden versteht, sieht dass die Familie einem „Scharlatan“ aufgesessen ist. 130,-- € hat die Sitzung, die rein gar nichts brachte, gekostet. Jetzt wurde die „Reißleine“ gezogen und Lilly sollte abgegeben werden. Mein Sohn, der in der Nachbarschaft des Hundes wohnt, erzählte mir dieses. Ich kenne den Hund schon als Welpe. Eine süße kleine Beaglehündin. Nun sollte sie womöglich irgendwo in einem Zwinger. N E I N. Ich sprach mit meiner Frau und wir beschlossen: Wir nehmen Lilly zu uns.

Beagle  Lilly mit Kauknochen  Beagle  Lilly schaut durch die Treppe  Beagle  Lilly klettert auf großen Stein  Beagle  Lilly unter ihrer Schlafdecke

Ankunft im neuen Zuhause:
Ich holte Lilly bei der Familie ab und schenkte ihr kaum Beachtung. Layca unsere Beaglehündin (zu dem Zeitpunkt dreieinhalb Jahre alt) zeigt ihr erst einmal wer nach „Frauchen“ und „Herrchen“ der Ranghöhere ist. Lilly lernt auf schnellstem Wege das EG und den Garten kennen. Layca scheucht Lilly durch alle Ecken und Winkel und zeigt ihr dass sie hier Heimrecht hat. Nach 10 Minuten greife ich ein und sorge für etwas Ruhe. Trotzdem darf Lilly sich nicht mir, meiner Frau oder der Küche (dort steht Laycas Fressnapf) nähern. Es werden unruhige Stunden im Haus. Aber in dieser Phase lernt Lilly dass sie keinerlei Aufgaben in dem„Rudel“ hat. Sie kann also ganz entspannt sein. Wir machen den ersten gemeinsamen Spaziergang. Sofort ist Layca beruhigt, denn Lilly verlässt das Haus. Unterwegs gibt’s keinen Stress. Am ersten Strauch setzt sich Lilly hin und macht ihr „großes Geschäft“. Auf der großen Wiese bin ich dann mutig und lass auch Lilly von der Leine, was ein Fehler war. Übermut muss bestraft werden. Lilly läuft viermal davon (weit weg kann sie nicht) und ich komme total verdreckt nach Hause, da ich sie aus einem Garten holen musste und der Abhang, der aus Lehm bestand, zur Rutschbahn wurde. Was soll’s. Zuhause angekommen – das gleiche Spiel. Layca macht die Wilde. Lilly bekommt„kein Bein an die Erde“ und „Herrchen“ muss ein Machtwort sprechen. Aber die Rangordnungen sind verteilt. Meine größte Angst - Wie wird die Nacht?

Aufteilung des Schlafplatzes:
Layca nach oben auf ihr Hundekissen im Schlafzimmer. Ich schlafe im Wohnzimmer auf der Couch und Lilly auf dem Hundekissen vor mir. Widererwarten gibt es eine sehr ruhige Nacht. Lilly bleibt ruhig liegen. Selbst als ich aufstehe und zur Toilette gehe gibt es keine Regung von ihr. Lilly ist „sauber“ geblieben und hat nichts im Haus „hinterlassen“. Layca kommt herunter und knurrt kurz. Dann gehen beide Hunde in den Garten und Layca zeigt der Lilly zum ersten mal, dass hinter der Hecke „Pippi“ gemacht werden muss. Damit hat Lilly aber noch nichts zu tun. Mitten auf dem Hof wird das „kleine Geschäft“ gemacht. Wir gehen raus. Beide Hunde müssen sich im Flur setzten. Jetzt beginnt, die sich täglich wiederholende Prozedur. Im Flur Sitz, Geschirr anlegen, Sitz bleiben, Türe auf, ich gehe raus, die Hunde bleiben sitzen oder werden erneut angewiesen sich zu setzen. Ich schaue ob die „Luft rein ist“, die Hunde werden einzeln gerufen (das sie einzeln kommen gelingt erst am 5. Tag), Leine anlegen und dann geht’s ab zum „Sauber machen“. Lilly möchte direkt den ersten Vorgarten „beglücken“ – also kurzen Leinenzug und weiter. 100 m noch dann kann es los gehen. Lilly setzt sich sofort und macht sich sauber. Ich freue mich und kann ein paar Tränen nicht unterdrücken. Wieder bin ich mutig und lasse Lilly ohne Leine auf der Wiese laufen. Auch diesmal sucht sie wieder dass Weite und ich schimpfe mit mir selber, da dieses Ergebnis vorprogrammiert war. Sie ist noch nicht lange genug bei uns. Als wir nach Hause kommen gibt es für mich die nächste Überraschung. Layca „meckert“ nicht mehr und lässt Lilly ins Haus. Erste Akzeptanz. Zwei Stunden später die nächste Freude. Layca animiert Lilly zum Spiel. Beide spielen wie verrückt und Layca legt sich sogar auf den Rücken (total unnormal) und lässt Lilly auf sie drauf. So geht es ca. 10 Minuten. Dann legen sich beide auf ihr Hundekissen und schlafen schnell ein.

Hundeschule:
Layca wird in die Gruppe „Agilitys“ aufgenommen und Lilly in die Gruppe „Fortgeschrittene“. Zweieinhalb Stunden unterschiedlichstes Hundetraining stehen an. Lilly hat so ihre Probleme und es werden wohl noch einige Monate ins Land gehen bis es zu einem befriedigenden Ergebnis kommen wird. Layca meistert, wie selbstverständlich die ersten Hürden und ich sehe welches Potential in ihr steckt. Heute war ca. 7 Std. Hund angesagt – ich bin erschöpft. Aber es macht Spaß. Nach dem Training noch einmal an die Ruhr, auf die große Wiese. Was jetzt passiert lässt mehr als hoffen. Ein anderes „Frauchen“ kommt mit ihren zwei Hunden ebenfalls auf diese Wiese. Sofort nimmt einer der Hunde die Richtung - Lilly und Layca auf. Die Hundebesitzerin sagt sofort dass ihr Hund zickig ist und jetzt wohl die beiden „anmacht“. So ist es auch. Aber da greift Layca ein und stellt sich vor Lilly und schützt sie. Toll gemacht.

Die nächste Nacht steht an:
Es ist Zeit zum schlafen gehen. Welche Lösung? Beide Hunde schlafen auf ihren Hundekissen im Schlafzimmer. Die Nacht – problemlos. Wieder einen Schritt weiter. Ich bin etwas unruhig , denn die wichtigste Frage stand an: Blieb Lilly „sauber“ ? – Ja !! - Also raus und hinter die Hecke „Pipi“ machen. Es klappt. Raus auf die große Wiese. Sofort setzt sich Lilly und alles wird erledigt. Großes und kleines Geschäft. Leinen los und beide können frei laufen. Wann haut Lilly ab? Nein, heute nicht. Die immer wieder verteilten „Leckerchen“ sind ein großes „Bindemittel“. Jetzt geht’s mit dem lernen rapide voran. Layca zeigt Lilly dass nur hinter der Hecke gepinkelt wird. Dass sie nicht über den Blumenhang laufen darf, sondern über die Treppe. Und dass, wenn „Etwas“ an der Türe vorbei läuft, gebellt wird.

Beagle  Lilly auf dem großen Stoffhund  Beagle  Lilly schläfgt im großen Kissen   Beagle  Lilly auf der Wiese  Beagle  Lilly schläft ganz fest  Beagle  Lilly mit Beagle Layca

Beagle  Lilly mit Beagle Layca   Beagle  Lilly schläft in Blumen   Beagle  Lilly im Wald   Beagle  Lilly im Wasser

Alles ist wunderbar. Der Hund ist total entspannt. Spazieren gehen mit Layca und Lilly vollzieht sich nun zum größten Teil so, dass die Hunde ohne Leine laufen können. Es gibt auch kaum noch Probleme. Wenn Lilly sich schon einmal etwas weiter entfernt, ich sie rufe, sie aber nicht kommt, greift Layca ein. Sie sperrt ihren Laufweg und drängt sie zurück. Ich bin voller Euphorie. Dann der Schock. Lilly hat eine Kaninchenspur gewittert. Nase auf den Boden und ab geht die Post. Riechen und laufen – auf Herrchen hören? – Uninteressant. Wo ist die Beute ? Und weiter. Ich rufe, ich locke mit Leckerchen. Keine Chance. Layca kann vielleicht helfen. Ich schicke sie hinter Lilly her. Die ist jetzt schon ca. 100m entfernt.. Layca versteht mich und rennt los. Ich steige auf eine kleine Anhöhe, die sich am Weg befindet und sehe keinen meiner Hunde mehr. Dann kommt Layca zu mir zurück. Sie hatte Lilly erreicht, sah mich aber nicht mehr und rannte zurück. Sofort schickte ich sie wieder los. Toll wie sich Layca verhält. Sie rennt wieder voraus und bleibt dann bei Lilly. Nach einigen Lockrufen, mit Leckerchen und gutem zureden, kam Lilly zu mir. Ich war froh, nichts ist passiert. Wie soll es weitergehen. Ich hole mir Rat bei verschiedenen Trainerinnen und bestelle mir Fachliteratur über den Jagdtrieb. Schleppleinentraining ist angesagt. Schon am nächsten Tag beginne ich mit dem Training. Lilly soll an einer bis zu 15m langen Leine lernen, welchen Radius ich um mich herum dulde. Nicht so einfach. Lilly bleibt sehr oft stehen. In Baumwurzeln und Gestrüpp bleibt die Leine hängen. Es ist ein laufendes: Leine einrollen - Leine ausrollen - Lilly zu mir rufen - belohnen. Aber schon nach zwei Tagen sehe ich die ersten Erfolge. Lilly kommt jetzt auf Zuruf zu mir. Heute habe ich sie auf einem großen Areal ohne Leine laufen lassen. Ohne Probleme. Wieder ein Schritt nach vorne.

Lilly sucht das Weite und Layca spielt die Beschützerin.
Trotz großer Trainingserfolge kam heute der große „Rückschritt“. Wir hatten Besuch (mit Hund) und gingen los zum Waldspaziergang. Die letzten drei Tage war Lilly ganz toll. Auf Pfiff kam sie sofort zu mir und holte sich ihr „Leckerchen“ ab. An diesem Tag war eigentlich das Verhalten von ihr - wie immer. Aber plötzlich gab sie „Gas“, und bog links in den Wald ab. Für mich sah ich aber keine Probleme, denn jetzt kommt mein Pfiff, der holt sie zurück. Aber Lilly störte sich nicht daran und lief unbeirrt weiter. Sofort schickte ich Layca hinterher. Was dann geschah konnten wir nicht mehr beobachten. Layca kam nach zehn Minuten zurück. Lilly blieb verschwunden. Ich machte mir Sorgen dass Lilly die mit ihrer Schleppleine vielleicht im Unterholz verfing. So teilten wir uns auf. Die Frauen gingen den Weg weiter, wir Männer quer durch den Wald. Als wir oben wieder auf den Weg trafen, hatten die Frauen Lilly schon Leine. Sie war von anderen Hundebesitzern, die meine Frau und Lilly kannten, entdeckt worden und machten sich dann auf die Suche nach uns. Fazit: Also wieder einen Schritt zurück. Trainingsverhalten und Schleppleinentraining erster Teil neu beginnen. Aber auch Layca macht mir zur Zeit etwas Sorgen. Jedes Mal wenn ein Hund zu sehen ist, den sie nicht kennt, macht sie ein Riesentheater, bellt und rennt wie wild um den Hund, so dass diese sehr nervt. Also sind auch hier neue Trainingseinheiten angesagt.

Lilly hat Luftprobleme
Vor fünf Wochen fing es an. Lilly stellte sich mit vorgeschobenem Hals hin und rang, mit einem hustenähnlichem Geräusch, nach Luft. Nach einer Minute war alles vorbei und Lilly war wieder putzmunter. Vor einer Woche gab es das gleiche Problem wieder. Diesmal mitten in der Nacht. Also am nächsten Morgen, ab zum Tierarzt. Übliche Untersuchung – Lunge röntgen – kein Befund. Die Tierärztin wusste auch keinen Rat und sagte mir dass sie sich in ein paar Tagen noch einmal telefonisch melden wolle. Zwischenzeitlich würde sie sich noch mal „schlau“ machen. Das Telefon klingelte gestern. Aber auch jetzt gab es nur Vermutungen. Keine Annäherung an unser Problem. Nachdem Lilly zwei mal wieder diesen Anfall hatte, entschloss ich mich spontan eine andere Tierarztpraxis aufzusuchen. Nach einer kurzen Schilderung nickte die Tierärztin und sagte mir: „Das gleiche Problem hat meine Hündin auch“. Es ist ein Gendefekt. Nicht lebensbedrohlich aber auch nicht therapierbar. Die Luftröhre ist manchmal nicht „stabil“ genug so dass es zur einer gewissen Atemnot kommt. Gelatine soll eine leichte Verbesserung bringen. Müssen wir (Familie und beide Hunde) jetzt mit leben. Schaffen wir schon.

Lilly sucht die Nähe
Drei Monate ist Lilly nun bei uns. Toll wie sie sich zwischenzeitlich entwickelt hat. Jetzt schaut sie schon wo wir sind und orientiert sich an unseren Zielvorgaben. Zwischenzeitlich darf Lilly schon (mit langer Leine) frei laufen und an besonders sicheren Stellen sogar ohne Leine. Diät ist angesagt. Durch die vielen„Leckerchen“ beim Training hat sie mittlerweile 1,5 kg Übergewicht. Kostabzug. Mittlerweile gehe ich mit Lilly 2x die Woche auf den Hundeplatz. Von Layca verwöhnt, die jede Anweisung sofort umsetzt, muss ich bei Lilly schon sehr viel Gedult aufbringen. Lilly hat viel mehr Spaß daran mit den Nase auf dem Boden zu schnuppern als auf „Herrchen“ mit Sitz, Platz und Fuß zu hören. Nicht aufgeben – Geduld und weiter üben.

Lilly – Auf und davon
Fünf Monate sind bereits ins Land gegangen und bei Lilly hat sich (was das weglaufen betrifft) nichts verbessert. Kurze Ausflüge, bei denen sie auf Zuruf nicht sofort zurückkommt und ich sie immer wieder aus den Gebüschen rausholen muss. Dann der schwarze Samstag. Lilly riecht ein Wildkarnickel und gibt „Gas“. Ab in den „Dschungel“. Ich schicke Layca hinterher und mache mich selbst auf die Suche. Keine Chance. Das ganze Gelände ist total verwildert und von Lilly keine Spur und auch kein Geräusch zu hören. Sonst bellt sie schon mal. Jetzt absolute Stille. Nach einer halben Stunde gebe ich auf und gehe nach Hause. Mit meiner Frau zusammen fahren wir dann durch den ganzen Ort um zu schauen ob Lilly sich irgendwo „rum treibt“. Nichts zu sehen. Sie bleibt verschwunden. Erst einmal Frühstücken, was mir nur mit sehr viel Unruhe gelingt. Beruhigend rede ich mit meiner Frau darüber, dass sie ja unsere Telefonnummer am Halsband trägt und schon bald wird Jemand anrufen und uns benachrichtigen dass er Lilly gefunden hat.. Doch nach 30 Minuten mache ich mich wieder auf den Weg und suche erneut. Layca unterstützt mich. Meine Frau bleibt zu Hause und lässt die Haustüre offen. Vielleicht kommt sie ja von selber zum Haus zurück. Auf der Suche nach Lilly treffe ich einen anderen „Hundefreund“ und erzähle ihm von Lillys „ausritt“. Ich bitte ihn, falls er Lilly sieht, sie festzuhalten. Dann geht es wieder ins Unterholz. Nach zehn Minuten gebe ich auf. Alles zu verwildert und trotz rufen und pfeifen von Lilly keine Spur und kein Zeichen. Nächste Station - ab zum Feld. Vielleicht ist sie ja über die Strasse und dann aufs Feld gelaufen. Dort sind wir jeden morgen. Als ich den Friedhof überquere kommt mir der „Hundefreund“ entgegen und hat Lilly an einem kleinen Band. Welch eine Freude. Jetzt möchte ich feste mit ihr schimpfen aber ich muss mich ja (erziehungsmäßig) verhalten und mich riesig freuen. Sie ist ja zu mir gekommen. Mein großer Dank galt nun erst einmal dem „Hundefreund“ der mir dann erzählte, dass Lilly sich am Ende des „Dschungels“ an einem Haus aufhielt, den Boden abschnupperte und sonst auf nicht reagierte. Ja, ja die Hasen.

Ich stelle meine Übungseinheiten um
So geht es nicht weiter. Zwei Möglichkeiten habe ich. Entweder bleibt Lilly Lebenslang an der Leine oder ich übe weiter und muss auch mit dem „einfach einmal weglaufen“ leben. Ihr Fressen bekommt sie nun nur noch (verteilt auf den ganzen Tag) aus der Hand von mir. Vorraussetzung fürs Futter bekommen ist: Das sie dafür etwas tun muss. Kleine Übung – etwas Futter. Ein paar „Körner“ legte ich ihr auch in ihren Fressnapf. Ich ruf sie zu mir, sie muss sich setzen und warten bis ich das „Zeichen“ zum fressen gebe. Geht sie vorher an den Fressnapf wird der Napf weggenommen und es gibt keine „Körner“. Als sie das verinnerlicht hatte, musste sie vor dem Napf sitzen bleiben und ich ging in die Gästetoilette und wusch mir meine Hände. Der Napf war also ohne Beaufsichtigung. Aber sie ging nicht daran. Sie lernte schnell und ihr wurde klar, nur wenn ich das mache, was„Herrchen“ will, gibt es Fressen. Dann fand ich heraus, dass sie Trockenpansen sehr liebt. Also gibt es zum Training erst einmal nur: Trockenpansen.. Dann fiel mir eine Methode ein, die einmal im Fernsehen gesehen hatte. Dort wurde, mit einer „Rappeldose“, einem Hund das fortlaufende Bellen abgewöhnt. Vielleicht bringt mir diese Hilfe auch etwas um Lilly an „Ausflügen“ zu hindern. Unser nächster Ausgang machte mich neugierig auf dass was nun passieren würde. Und tatsächlich, Lilly wollte gerade wieder einmal „Gas“ geben und im nächsten Busch verschwinden. Also nahm ich schnell meine Dose, rappelte und rief – n e i n - . Sie erschrak, blieb stehen. Ich rief sie zu mir und belohnte sie mit reichlich „Leckerchen“ (getrockneter Pansen). Das ging nun ca. 5x so. Immer der gleiche Ablauf. Dose rappeln, nein, Leckerchen. Dann hatte sie es begriffen. Nach zwei Tagen gab es keine „Ausflüge“ mehr. Zwar musste ich mit der Stimme immer noch korrigieren, wenn ich merkte das Hasengeruch in der Nähe war. Aber sie blieb stets bei mir. Ein positiver Nebeneffekt war auch, dass ich Layca (meine andere Beaglehündin), die alle fremden Hunde ankläffte, weil sie der Meinung war – „ich muss auf Lilly aufpassen“ – nun auch mit der Rappeldose erschreckte und sie Respekt davor bekam. Auch hier hat das Kläffen bereits nachgelassen. Mittlerweile bin ich so mutig, dass ich mit beiden Hunden (man bedenke Beagle) ohne Leine, stundenlang durch den Wald gehe, ohne Angst und ohne Stress. Auf dem Hundeplatz ist Lilly nun sehr Aufmerksam, befolgt die „Befehle“ und das „arbeiten“ mit ihr macht nun riesigen Spaß.

Rückfall in den Jagdtrieb
Bei einem unserer täglichen Waldspaziergänge kam dann dass was nicht kommen sollte. Wir standen plötzlich vor einem Reh. Beide Hunde waren nicht mehr zu halten und besonders Lilly gab ihre typischen Jagdgeräusche ab. Nach fünf Minuten hatte ich, durch Glück, meine Hunde wieder bei mir. Beide angeleint ging es dann nach Hause. Am nächsten Tag stand der Morgenspaziergang, Richtung Feld, an. Normalerweise kein Problem. Beide wurden abgeleint. Plötzlich hob Lilly ihren Kopf, heulte auf und ab ging es Richtung Wald. Layca versuchte sie noch aufzuhalten, was ihr aber nur kurz gelang. Dann ging es ab. Layca fand nun auch Spaß am "Jagen" und rannte hinterher. Nach zehn Minuten kam Layca, nach einer halben Stunde Lilly zurück. War das nur ein kurzer Rückfall? Am nächsten Tag – Richtung Feld – abgeleint – zwanzig Minuten ohne Leine laufen – keine Probleme. Gut.
Einen Tag später: Spaziergang zum Feld – abgeleint – der Wald spielt keine Rolle – toll – weiter ohne Leine. Weiter ging's - der Wald ist außer Sichtweite – es kann also nichts passieren, dachte ich mir. Plötzlich Lillys Jagdgeräusche und ab ging die Party. Layca wieder hinterher. Dieses Verhalten kannte ich gar nicht von Layca. Zuerst in die Büsche, danach übers Feld und wieder ab in den Wald. Layca war die erste die dann zurückkam. Lilly brauchte dieses mal über eine Stunde. Also beschloss ich das Lilly ab nächstem Tag wieder dem Schleppleinentraining unterzogen wird. Gesagt - getan. Keine Probleme an den nächsten sieben Tagen. Also Leine wieder los und neuer „Testlauf“. Aber auch der ging schief. Wieder beide Hunde weg. Ab in den Wald. Layca kam dieses mal erst nach dreißig Minuten zurück und Lilly ließ sich geschlagenen zwei Stunden Zeit. Jetzt hatte ich die „Nase voll“. Im Internet bestellte ich ein Erziehungshalsband mit Flüssigkeit. Gesteuert wird das ganze über einen Sender und Empfänger. Sobald Lilly das Weite sucht, drückte ich meine Fernbedienung und an Lillys Halsband wird eine unschädliche Flüssigkeit versprüht. Es dauert auch nicht lange und Lilly versuchte ihren ersten Ausflug. Ein Tastendruck, Flüssigkeit wurde versprüht und Lilly blieb ganz irritiert stehen. Was war denn Dass? Schnell zurück zu Herrchen. Sofort war eine Verhaltensänderung bei Lilly zu bemerken. Der Rest des Tages verlief ohne nennenswerte Dinge. Auch am nächsten Tag keine besonderen Vorkommnisse. Aber am dritten Tag, mit der Halsbandmethode, versuchte Lilly noch einmal einen Versuch. Wildkaninchen sollten gejagt werden. Ein kurzen Sprüher und schon kam sie ganz schnell zu mir gelaufen – „Herrchen hilf – das „Ding“ war wieder da“. Der dritte Sprüher im laufe von einer Woche galt der Jagd nach der Nachbarskatze. Lillys „Liebling“ rannte los. Lilly nahm Anlauf und wollte hinterher, kurzer Sprüher, Stopp – wo ist Herrchen? Mittlerweile sind nun schon vierzehn Tage ins Land gegangen und wir machen wieder entspannte Spaziergänge (ohne Leine) durch den Wald. Auch meine Layca, die ja auch vorher nie auf die „Jagd“ gegangen ist, orientiert sich wieder auf das Wesentliche.
Fazit: Das Halsband hat sich für uns bewährt. Lilly ist ruhiger geworden und dadurch dass sie nicht weiß woher der Sprüher kommt, ist sie viel anhänglicher geworden Sie sucht immer Schutz gegen dieses „Ding“. Sie spielt trotzdem immer noch mit Layca und rennt mit ihr über die Felder. Entfernt sich aber nie weiter als ca. dreißig Meter von mir. Falls ich einmal bewusst eine andere Richtung einschlage, orientiert sie sich sofort und folgt meinem Weg.

Ein tolles Ergebnis
Lilly ist am 16. Oktober 2008 zwei Jahre alt geworden und ist damit auch schon acht Monate bei uns. Toll wie sie sich entwickelt hat. Spaziergänge ohne Leine stehen an der Tagesordnung. Auf dem Hundeplatz ist sie in der Gruppe " Rally-Obidienz " und macht sehr gute Fortschritte. Woche für Woche sehen wir bei ihr positive Veränderungen. Und Heute heißt es:

"Lilly ist eine Bereicherung für uns alle geworden".

Beagle  Lilly guggt Aufmerksam     Beagle  Lilly mit anderen Hunden     Beagle  Lilly mit Spielzeug

Oktober 2009 - Lilly wird 3 Jahre alt.
Als wir Lilly bekamen glaubte ich, dass es nicht länger als 6 Wochen dauern würde, bis ich Sie total auf uns fixiert habe. Heute muss ich eingestehen, dass dieses einer der größten Irrtümer in der Geschichte meiner Hundeerziehung gewesen ist. Heute kann ich sagen, dass sie zu 80% bei uns "angekommen" ist. Das Vertrauen ist da, die Orientierung, an uns, beim spazierengehen ist mittlerweile vorhanden und die "Ausflüge" sind fast in Vergessenheit geraten. Wildkaninchen spielen keine Rolle mehr. Aber Katzen und Hasen haben dann schon einen anderen Stellenwert. Dann geht nichts ohne Leine. Das Fressverhalten hat sich sehr verändert. Bei uns im Haus heißt es für sie: Nur Frauchen und Herrchen bestimmen ob, wann und was es zu fressen gibt.

Fremd geklaut wird weiterhin
Ein Problem ist nicht ganz abzustellen. Begeben wir uns auf fremden Terrain, bleibt die Erziehung - "Nur fressen was Herrchen duldet" - daheim. So kam es dann auch, dass Layca (die so etwas nie machte) sich bei einer Grillparty an den Würstchen bediente. Und bei einem Besuch in Holland kam es zu dieser lustigen Begebenheit: Wir besuchten meine Cousine, die auch einen Hund, Namens Lucky, hat. Das Telefon schellte und es sagte sich zusätzlicher Besuch an. Dieser traf dann auch kurze Zeit später ein. Da es sehr warm war, saßen wir auf der Terrasse und die Männer erledigten sich ihrer Jacken und hängten sie über die Stuhlrückenlehne. Nach ein paar Minuten griff einer der Männer in die Jackentasche, holte eine Tüte mit "Hundeleckerlis" heraus und sagt zu meiner Cousine: "Ich habe für euren Lucky auch etwas mitgebracht". Ganz verduzt schaute er aber dann auf seine Tüte (sie war leer) griff wieder in die Tasche, suchte, fand aber nichts. "Die Tüte war doch voll, dass gibt es doch gar nicht nicht". Er konnte es nicht fassen. Wo waren denn die ganzen Leckerlis geblieben. Er fand keine Antwort. Nur unsere Lilly leckte sich die die Schnauze und dachte: "So kann es weitergehen". Als wir mitbekamen dass Lilly der Übeltäter war, konnten wir uns vor lachen nicht mehr halten. Der "Geschädigte" konnte es aber gar nicht begreifen, wie so ein kleiner Hund zum "Taschendieb" werden konnte.

17.Oktober 2010
Lilly hat in dem vergangenen Jahr ihr "Rudel und ihr Zuhause" endgültig gefunden. Geholfen hat dabei auch, dass sie Zwischenzeitlich zweimal bedingt durch unseren Urlaub, bei "Frau Becker - Tiersitter,Dortmund" war. Dadurch ist die Anhänglichkeit zu uns noch größer geworden. Aber trotzdem kommt es immer noch vor, wenn es besonders "gut riecht", dass kleine "Ausflüge" unternommen werden. Auch die lfd. Erziehungshilfe in Form von "Leckerchen", die immer wieder gerne "gesucht" werden, gehören zum täglichen Spaziergang. Damit es nicht zu einem Übergewicht des Hundes kommt, nehme ich die "Leckerchen" von der Tagesration des Futters weg. Alles in allem sind wir aber mehr als zufrieden mit ihr und sind alle "drei" froh, dass wir sie haben.

Dezember 2010
Wie immer beim morgendlichen Spaziergang lasse ich beide Hunde von der Leine. Plötzlich hebt Lilly die Nase in die Höhe - "Alarm, Wildgeruch". Wahrscheinlich vom frostigen Boden noch stärker Konserviert. Kaum gerochen geht auch schon "die Party ab in den Wald". Mein Erziehungshalsband und auch mein rufen spielen keine Rolle mehr. Layca versucht die kleine Lilly noch zweimal zu stoppen, aber der Jagdtrieb ist stärker und Lilly läuft in den Wald. Jetzt ist auch Layca angesteckt oder sie möchte Lilly nicht alleine lassen und so sind beide Hunde verschwunden. Nach ca. 20 Minuten taucht Layca wieder auf aber ohne Lilly. Die lässt sich Zeit und kommt erst nach ca. 2 Std. "wieder an Land". Wir sind beim "lauf nicht weg zum jagen" wieder am Punkt Null angekommen. Also weiter Üben. Nach ca. einem halben Jahr habe ich mit den Übungen aufgehört denn Lilly war mindesten 2x die Woche "auf Wanderschaft". Diese war mir dann doch zu gefährlich da wir auch eine Autobahn in der Nähe haben. Also nur noch an der langen Leine. Diese behagte mir zwar gar nicht aber die Sicherheit geht nun mal vor. Als Ausgleich, dass sie auch ungefährdet ohne Leine laufen kann, fahren wir nun 2 - 3 mal die Woche zur Lenne. Dort haben wir auf der einen Seite das Wasser und auf der anderen Seite einen Zaun. Und Wildgefahr, außer Kaninchen, ist hier auch nicht angesagt.

Mai 2012
Lilly hat Probleme beim laufen. Sie lässt plötzlich den Kopf nach unten hängen und die Augen zeigen mir dass sie sich nicht wohl fühlt. Ab zum Tierarzt. Verdacht auf einer Entzündung im Nackenbereich. Spritzen und schmerzstillende Mittel werden verabreicht. Ein auf und ab. Mal geht es ihr gut, dann wieder der "totale Absturz". Ich fahre dann zu Frau Braun, eine anerkannte Person die Pferde einrenkt und sich "nebenbei" auch den Hunden widmet. Sie entdeckt dass das Brustbein bei Lilly nicht gerade steht und "stellt" es wieder an die korrekte Stelle. Außerdem gibt Sie mir den Rat, falls es wieder zum Rückfall kommt, den Hund Röntgen zu lassen. Schon am nächsten Tag hatte Lilly wieder die gleichen Probleme. Montags ab zum Tierarzt. Das volle Programm: Erneute Untersuchung, Röntgen, Blutbild. Alle Untersuchungen brachten keine Erkenntnis über die Ursache der Schmerzen. Also noch einmal entzündungshemmende Spritzen, dieses mal höher dosiert und Schmerzmittel. Aber es war weiterhin eine "Berg- und Talfahrt". Mal lief sie wieder ganz normal und dann plötzlich wieder den Kopf gesengt und nicht bereit weiter zu gehen.

25. Mai 2012
Lilly hat ihr Schmerzmittel bekommen und "Frauchen" geht noch einmal "Gassi" mit ihr. Unterwegs fängt sie an zu wackeln und ihre Beinchen wollen nicht mehr gerade stehen. Ab nach Hause. Erster Verdacht: Es liegt an den stärkeren Schmerzmitteln die sie gerade bekommen hat. Ich trage sie zu ihrem Kissen und habe selber, gegenüber Lilly, eine sehr unruhige Nacht. 6:00 Uhr aufstehen, Lilly schläft noch, ab ins Bad. Anziehen, Layca steht schon und wartet, Lilly hat wohl noch keine richtige Lust und bleibt liegen. Ich gehe zu ihr aber sie will nicht aufstehen. Also hebe ich sie leicht an und erschrecke. Lilly kann nicht mehr richtig stehen, die Beinchen klappen seitlich weg, sie hat Lähmungserscheinungen. Da ich einen sehr wichtigen Termin habe, bringt mich meine Frau nach Dortmund und fährt von dort aus, mit Lilly, zum Tierarzt nach Schwerte. Um 9:00 Uhr dann der Anruf meiner Frau: " Lilly muss sofort nach Duisburg in die Tierklinik - Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall". Der Tierarzt hat bereits mit der Klinik gesprochen und die relevanten Untersuchungsergebnisse, per Telefon, durchgegeben. Ich unterbreche sofort meine Arbeit und warte auf meine Frau. Lilly liegt wie "ein Häufchen Elend" auf dem Hintersitz. Ich übernehme das Auto und schon geht es mit dem Hundekrankentransportauto "Herrchen 1" ab nach Duisburg zur Tierklinik. Der Parkplatz an der Klinik ist gerappelt voll sodass wir etwas abseits parken müssen. Meine Bedenken, dass wir endlos warten müssen, lösen sich aber in Luft auf. Nach ca. 10 Minuten werde ich ins Untersuchungszimmer gerufen. Abfragen meiner Beobachtungen/Erkenntnisse über den Lillys Zustand der letzten Tage. Erste Untersuchung, mit erster Diagnose: "Mindestens ein Bandscheibenvorfall im Halsbereich, vielleicht auch mehr". Heilungschancen bei einem Bandscheibenvorfall ca. 60%. Bei mehreren Vorfällen ist die Chance sehr gering. Kosten der Operation: 1.500,00 €. Aber wer fragt da nach Kosten. Wir wollen unseren Hund Gesund zurück haben. Ein paar Tränen kann ich mir nicht verkneifen. Ich lasse unseren Hund in der Obhut der Ärztin und habe große Zweifel ob ich unsere Lilly wieder Gesund zurück bekomme. Die Ärztin erklärt mir was jetzt getan wird: "Ersten werden wir den Hund röntgen dann wird ein MAT erstellt,. Sollte sich herausstellen, dass es mehrere Bandscheibenvorfälle gibt, werde ich sie in den nächsten 3 - 4 Std. anrufen und sie müssen dann entscheiden was getan werden soll. Sollte es nur einen Vorfall geben, rufe ich sie nicht an, denn dann werden wir unverzüglich operieren. Mit Tränen in den Augen ging ich aus dem Zimmer. Ilse wartete vor der Tür, mit Layca na der Leine, auf das Ergebnis. Deprimiert fuhren wir nach Schwerte zurück. Meine Fahrt ging dann direkt weiter nach Dortmund, wo noch einige Arbeit auf mich wartete. Meine Konzentration war fast auf dem Nullpunkt angelangt. Immer wieder dachte ich an unsere Lilly. Je später es wurde um so positiver wurde meine Einstellung zum Ausgang dieses Tages. Kein Anruf aus der Klinik - wahrscheinlich nur eine Bandscheibenvorfall. Um 16:30 Uhr griff ich dann zum Handy und rief in der Klinik an. Es wurde zur Ärztin verbunden und sie teilte mir dann das vorläufige Ergebnis mit: "Ein Bandscheibenvorfall, Operation gut verlauf, Lilly geht es soweit gut". D A N K E. Morgen früh kann ich mich dann ein weiteres mal über den Zustand von Lilly erkundigen. Sofort habe ich meine Frau angerufen und sie über das Ergebnis informiert.

26. Mai 2012
Anruf in der Klinik. Wie geht es Lilly? Erlösende Nachricht: "Lilly ist schon wieder richtig fit, sie frisst (kein Wunder), sie läuft schon ein wenig ohne Störungen und die Wunde sieht sehr gut aus und heilt. Vielleicht schon können wir Lilly am Montag wieder in Duisburg abholen. Aber das ist Nebensächlich. Hauptsache sie ist wieder Gesund.

28. Mai 2012
8:30 Uhr schnell die Klinik anrufen. Was macht Lilly? Können wir sie vielleicht schon abholen? Nein, die Ärztin möchte Lilly noch bis zum 30. Mai in der Klinik behalten.

30. Mai 2012
13:30 Uhr wir holen Lilly ab. Die Ärztin klärt uns zuerst auf was wir und den nächsten Wochen mit der Lilly und nicht dürfen. Medikamente werden erklärt. Dann wird Lilly gebracht. Sie läuft ganz akzeptabel, ist aber leicht "verstört" und das Gleichgewicht ist auch noch nicht zu 100% vorhanden. Ich nehme sie auf den Arm und bringe sie nach draußen. Dort macht sie sofort ihr "Geschäft". Gutes Zeichen ! Ab ins Auto Richtung Schwerte.

31. Mai 2012
00:30 Uhr in der Nacht. Lilly hat wohl starke Schmerzen. Ich habe in der Hundemedikamentendose noch starke Schmerztabletten. Mit etwas Frischkäse nimmt sie sofort das Medikament und 30 Minuten später schläft sie ein, ganz ruhig bis zum Morgen.
Ich trage sie die Treppe runter und gehe mit ihr, ohne Layca, "Pipi machen". Sie wackelt zwischendurch, als ob sie Alkohol getrunken hätte. Die Vorderbeinchen zittern ab und zu. Zu Hause angekommen bekommt sie zuerst ihr Futter. Das schmeckt ihr genau so gut wie früher. Dann die Medikamente. Alles läuft bestens.

04. Juni 2012
Heute ist der erste Tag an dem Lilly fast wieder so wie früher läuft. Zwar zittern immer noch ab und zu die Vorderbeinchen, aber im großen und ganzen ist das Ergebnis gut. Treppen rauf- und runterlaufen gibt es nicht mehr. Kindersicherungen wurden installiert.

08. Juni 2012
Ab zum Tierarzt. Die Operationsfäden werden gezogen. Alles sehr gut verheilt. Keine Komplikationen. Beim laufen gibt es kaum noch Probleme. Wir sind bei 99%.

Mai 2015 - Urlaub auf Norderney.
Wir haben ein Date mit Paul, dem Hund von Cousine Giselinde. Mit Layca und Lilly im Auto geht es ab auf die Insel. Wir haben ein Hunde freundliches Hotel und täglich geht es an den Strand. Um diese Jahreszeit ist hier noch nicht so viel los, sodass wir fast den ganzen Strand für uns haben. Und dann ist es passiert! Es war ein sehr windiger Tag und die Hunde waren total überdreht. Layca rannte wie verrückt den Strand rauf und runter. Dann kam ihr in den Sinn, dass Lilly auch mit toben soll. Sie rannte im vollen Tempo auf Lilly zu, warf Lilly in den Sand und schon hatten wir einen Fall für den Tierarzt. KREUZBANDRISS! Zwei Tage hatten wir noch vor uns und die mussten überbrückt werden. Zu Hause angekommen ging es zuerst einmal zum Tierarzt meines Vertrauens. Die Vordiagnose wurde hier noch einmal bestätigt. Wir entschieden uns es erst einmal ohne OP zu versuchen. Lilly, die sonst im EG schlief, wollte jetzt aber mit ins Schlafzimmer (1.OG) damit sie nicht allein ist. Also Lilly auf den Arm, nach Oben. Morgens Lilly auf den Arm, nach Unten. Nach 14 Tagen war das Gelenk entzüngungsfrei. Schon einmal ein positives Ergebnis.

Juni/Juli 2015 - Üben, üben, üben
Nach 6 Wochen kam ein intensives Muskelaufbautraining dazu und wir konnten sehen dass es ihr von Woche zu Woche besser ging. Wir nahmen auch eine Tierphysiotherapeutin in Anspruch. Hier wurde noch einmal ganz gezielt an den Problemzonen gearbeitet. Aber bereits nach drei "Sitzungen" bestätigte mit die Therapeutin, dass die Trainingseinheiten zu Hause so intensiv und gut waren, so dass wir keine "Sitzungen" mehr benötigen.

 

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